Ocaña, Königin der Ramblas

Eine Hommage von Marc Rosich und Marc Sambola

So., 25.02.2018 | 20:00 Uhr | Neuköllner Oper | 11,- / 17,- / 21,-

Barcelona, schöne und rebellische Stadt, was ist mit dir und deinen Stars geschehen? Auf einer Berliner Konferenz zur Stadtgeschichte erinnert ein Dozent an die „wilden“ Jahre in den 70ern, als sich Spanien aus der Starre der Franco-Diktatur zu lösen wagte, an die Gegenkultur, deren illustrer Star Ocaña war, Künstler, Rebell und Dragqueen: Ocaña auf den Ramblas von Barcelona, Ocaña vor dem Brandenburger Tor, als die Berlinale einen Film über ihn zeigte – seine extravaganten Auftritte, seine provozierenden Performances bis zu seinem bizarren Tod in den Flammen eines selbstentworfenen Kleides. Und wir erleben seine Musik: die coplas, jene leidenschaftliche spanische „Schlager“, die von großen Gefühlen im kleinen Alltag und so vielem mehr handeln.

Auf Einladung der Neuköllner Oper entführen uns der preisgekrönte katalanische Autor und Regisseur Marc Rosich und sein Team für einen Abend in die Welt und Zeit eines Rebellen, der zu den großen Pionieren einer selbstbestimmten, queeren Bewegung in Europa zählt.
Begleitet von zwei Gitarristen verwandeln sich Denis Fischer und Nino Sandow in Ocaña, seinen Freund Nazario u.a. und intonieren den Gesang eines offenen, toleranten und demokratischen Barcelona, Spaniens und Europas, das heute – nach Jahren der Blüte, Instabilität und des Zweifelns – so dramatisch am Scheideweg steht.

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